Wie ein Kind getötet wurde
Jamal ist ein ganz normaler
Arbeiter aus Gaza.
Er hat neun Kinder – bis zum 30. September 2000.
An diesem Tag geht Jamal mit seinem Sohn Mohammed aus, um
ein Auto zu kaufen. Auf ihrem Weg wurde, ohne jegliche Vorwarnung, von einem
Außenposten der israelischen Besatzungsarmee in ihre Richtung gefeuert.
Gamal ergriff seinen Sohn und suchte hinter einem breiten Zementblock
Deckung. Während der einsetzenden Feuerpause winkte Jamal mit den Armen,
um den Soldaten zu beweisen, dass er unbewaffnet
war. Er zeigte auf das Kind hinter sich, das sich
angsterfüllt an ihn klammerte.
Das Militär feuerte
weite. Jedesmal, wenn Jamal versuchte, sich
zu bewegen, ging ein Kugelhagel auf ihn nieder.
Ein französisches Fernsehteam war mittlerweile dabei, das Geschehen zu filmen. Daraufhin
versuchten zwei palästinensische Sanitäter, den Vater und seinen Sohn zu bergen. Sie wurden beschoßen.
Ein Sanitäter, der Palästinenser
Bassam al-Balbissi (Vater von elf Kindern) war auf der Stelle tot, sein Kollege schwer verletzt. Falls Jamal sich
irgenwelche Hoffnung auf ein Entkommen gemacht hätte, so war diese nunmehr
zunichte. Er versuchte, seinen Sohn hinter sich in Schutz zu bringen, drückte
ihn an sich, während Mohammed sich weinend an das T-shirt
seines verzweifelten Vaters klammerte.
Eine Stunde dauerte diese Hölle an, bis Mohammed, von
mehreren Kugeln getroffen, getötet war.
Er war 12 Jahre alt.
Er lag da, mit dem Gesicht zur Erde, während sein Vater im
nicht abreißenden Kugelhagel nach hinten, gegen die Wand gelehnt, fiel.
Sein Vater überlebte. Er ist jetzt gelähmt.
*The
Guardian: Bericht über die israelischen "Ermittlungen" zur Tötung
des Kindes.(Englisch)
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Klicke hier und lies die Nachruf
auf einen von Israel getöteten palästinensischen Friedenskämpfer,
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